St. Andreas Fundgrube / Weiße Erden Zeche

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Zur Darstellung aller erwähnten, unverwechselbaren Merkmale des Erzgebirges wurden auf tschechischer und auf sächsischer Seite des Erzgebirges insgesamt 85 über das ganze Gebirge verteilte Bestandteile für die Eintragung in der Liste des Welterbes ausgewählt.

Die Geschichte der Weißen Erden Zeche reicht bis in das 17. Jahrhundert zurück. Zu dieser Zeit waren zahlreiche Eisenerzgruben in Betrieb, um den Rohstoffbedarf der Hammerwerke um Aue decken zu können. Dazu gehörte auch die Grube Roter St. Andreas, in der man 1698 ein Kaolinlager aufgefunden hatte. Nachdem der sächsische Chemiker Johann Friedrich Böttger 1708 erstmals in Europa eine Methode zur Herstellung von Hartporzellan entdeckt hatte, erhielt die Weiße Erden Zeche / St. Andreas Fundgrube 1711 ein kurfürstliches Privileg zur Lieferung des Kaolins an die Meißner Porzellanmanufaktur. Erst 1828 stand die Grube nahezu komplett unter landesherrlicher Hoheit. Im gleichen Jahr erfolgte der Bau eines neuen Huthauses. Das Huthaus repräsentiert die große Bedeutung des Standorts für die Entwicklung der Porzellanherstellung. Alle kulturhistorisch wertvollen Objekte aus der ersten Periode der weltberühmten Meißner Porzellanmanufaktur entstanden unter Verwendung von Kaolin aus der Weiße Erden Zeche. 1855 wurde die Zeche stillgelegt. Im Jahr 1933 wurde das Huthaus erweitert und modernisiert. Heute wird es als Wohngebäude und Pension bewirtschaftet. Das Huthaus ist in einen Bergbauwanderweg integriert.

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