Grube Alte Thiele

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Südlich der Galgenhöhe, der Buchholzer Richtstätte, lag das Grubengebiet der Alten und der Flachen Thiele. Der Bergbau erfolgte in diesem Gebiet zunächst auf Seifenzinn. Die Spuren finden sich in Form von Raithalden im Buchholzer Stadtwald wieder. Spätestens im 16. Jahrhundert wurden auch die anstehenden Zinnerzgänge abgebaut. Die Gruben wurden nach den Hauptgewerken, der Familie Thiele, benannt. Der mit Unterbrechungen betriebene Zinnerzbergbau wurde 1801 eingestellt.

Pingen und Raithalden Alte Thiele

Die sich über große Gebiete erstreckenden Raithalden sind Zeugnisse des Zinnerzbergbaus im Buchholzer Stadtwald. Das Waldgebiet bezeichnete man deshalb als Seifenwald. Bei diesen Halden handelt es sich um unregelmäßige mehrere Meter hohe heute meist baumbestandene und bewachsene Halden. Sie sind Zeugnis des bereits im 15. Jahrhundert auf Zinnstein betriebenen Seifenbergbaus. Ausgehend von den Zinnseifen entdeckte man die Gangerzlagerstätten, die man auch mit dem Abbauverfahren Feuersetzen in die Tiefe verfolgte. Von den dabei entstandenen großen untertägigen bis in 112 m Tiefe reichenden Abbauen zeugen die langgestreckten Pingen der Alten und der Flachen Thiele. Die größte Pinge innerhalb eines Pingenzuges ist etwa 70 m lang, 4 bis 10 m breit und bis 15 m tief.

Grundlegende Informationen
Hauptrohstoffe: Zinn, Uranr
Bergbauperiode: 2 - 6
Zur Darstellung aller erwähnten, unverwechselbaren Merkmale des Erzgebirges wurden auf tschechischer und auf sächsischer Seite des Erzgebirges insgesamt 85 über das ganze Gebirge verteilte Bestandteile für die Eintragung in der Liste des Welterbes ausgewählt.

Členové Montanregionu v Česku

           
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