St. Joachimskirche

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Die St. Joachimskirche ist die erste rein evangelische Kirche im böhmischen Königreich, erbaut zwischen 1534 und 1540. Sie stellt ein bedeutendes Sachzeugnis für die Ausweitung des Protestantismus durch auswandernde Bergmänner nach Zentral- und Nordeuropa dar. Ebenso ist sie ein Sachzeugnis zum Wirken von Johannes Mathesius (1504-1565), Schüler von Martin Luther und Pastor in der Kirche von 1542 an. Eine Sammlung von Predigten, die "Sarepta" oder "Bergpostill" (erschienen 1562) belegt den ersten jemals unternommenen Versuch, die einfache Hörerschaft der Bergleute durch den Bezug zum Bergbau, bzw. zur Bergstadt St. Joachimsthal religiös zu unterrichten. Die Kirche wurde in einem ähnlichen Stil erbaut wie die Stadtkirchen in Most und andere Kirchen in erzgebirgischen Bergstädten Sachsens (Annaberg, Schneeberg und Marienberg). Bei dem katastrophalen Stadtbrand von 1873 wurde die komplette Einrichtung einschließlich des Altars zerstört. Anschließend wurde sie als dreischiffige Kirche nach dem Vorbild eines prominenten Tschechischen Architekten, Josef Mocker, rekonstruiert. Das originale Außenmauerwerk ist noch erhalten, einschließlich des Westportals mit einem Relief vom Gründer der Stadt, Stephan Schlick.

Grundlegende Informationen
Hauptrohstoffe: Silber, Kobalt, Nickel, Wismut, Arsen, Uran, radioaktives Wasser
Bergbauperiode: 2 - 7
Zur Darstellung aller erwähnten, unverwechselbaren Merkmale des Erzgebirges wurden auf tschechischer und auf sächsischer Seite des Erzgebirges insgesamt 85 über das ganze Gebirge verteilte Bestandteile für die Eintragung in der Liste des Welterbes ausgewählt.

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