Plattner Kunstgraben

logo EU logo SNCZ logo Krušnohorsky

Ein hervorragendes Beispiel für das technische Geschick der Wasserwirtschaftler des 16. Jahrhunderts ist der bis heute funktionsfähig erhaltene Plattner Kunstgraben, die längste bergbauliche Wasserzuführung im tschechischen Teil des Erzgebirges. In den Jahren 1540 bis 1544 errichtet, stellte er bis ins 19. Jahrhundert hinein auf einer Länge von 13 km das Aufschlagwasser für Dutzende von Gruben- und Aufbereitungsbetrieben von Boží Dar (Gottesgab) bis Horní Blatná (Bergstadt Platten) sicher. Der Graben ist bis zu zwei Meter breit und bis zu einem Meter tief. Sein Wasserbett wurde durch eine Holzverschalung befestigt. Nach der Instandsetzung in den Jahren 1995 bis 2001 verfügt der Graben unter anderem über zehn Entlastungsüberläufe, 25 Stege und Durchlässe sowie 39 Sand- und Schotterfänge.

Beispielhaft zum Zinn- und Eisenerzabbau sowie deren Aufbereitung steht die Installation des immer noch funktionstüchtigen Plattener Kunstgrabens. Diese geht auf die Jahre 1540-1544 zurück. Mit 13 km Länge ist der Kunstgraben der längste im böhmischen Teil des Erzgebirges. Außerdem illustriert er anschaulich einen hohen Standard technischer Einrichtungen zur Wasserhaltung für den Bergbau im 16. Jh. Am Graben sind noch weitere funktionale Einrichtungen installiert, dies sind: eine Einlassvorrichtung, 10 Entlastungsüberläufe an der Kreuzung mit kleineren Bächen, 25 Brücken und Röschen, 39 Sand- und Schotterfänge sowie 3 Brücken um das Entlanglaufen zu gewährleisten. Der Verlauf beginnt 1,5 km westlich von Gottesgab, wo das Wasser des Schwarzbaches in den Kunstgraben geleitet wird. Dann durchläuft es die Gemeinden von Myslivny und Ryžovna bis nach Bludná, dem ersten großen Zentrum für Bergbau und Aufbereitung. Nachdem es den Blatenský Berg umgangen hat, nähert es sich an die Gruben Laurentius, Konrad und andere in der Umgebung von Platten an. Der Graben ist bis zu zwei Meter breit und bis zu einem Meter tief. Sein Wasserbett wurde durch eine Holzverschalung befestigt. Auf beiden Seiten sind Aufschüttungen aufgeschichtet.

Grundlegende Informationen
Hauptrohstoffe: Zinn, Eisen (Kupfer, Zink, Mangan, Uran)
Bergbauperiode: 2 - 5
Zur Darstellung aller erwähnten, unverwechselbaren Merkmale des Erzgebirges wurden auf tschechischer und auf sächsischer Seite des Erzgebirges insgesamt 85 über das ganze Gebirge verteilte Bestandteile für die Eintragung in der Liste des Welterbes ausgewählt.

Členové Montanregionu v Česku

           
Abertamy Boží Dar Horní Blatná Jáchymov Krupka Loučná pod Klínovcem