Verwaltungszentrum Lauenstein

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Zur Darstellung aller erwähnten, unverwechselbaren Merkmale des Erzgebirges wurden auf tschechischer und auf sächsischer Seite des Erzgebirges insgesamt 85 über das ganze Gebirge verteilte Bestandteile für die Eintragung in der Liste des Welterbes ausgewählt.

Die Burg Lauenstein sowie die Stadtkirche Lauenstein sind Zeugnisse der wichtigen Rolle des sächsisch-böhmischen Adelsgeschlechts von Bünau beim Zinnbergbau im Ostererzgebirge.

Die Burg Lauenstein wurde gegen Ende des 12. Jahrhunderts auf einem Felsvorsprung über der Müglitz errichtet. Nach 1464 baute der Freiberger Ratsherr und Bergwerksbesitzer Hans Münzer die Burg zu einem repräsentativen Schloss um. Ab 1517 war der sächsische Zweig des sächsisch-böhmischen Adelsgeschlechts von Bünau 300 Jahre lang, bis 1821, Grundherr der Herrschaft Lauenstein und damit auch Besitzer der Bergwerke in Zinnwald, die er von seinem Verwaltungszentrum in Lauenstein aus kontrollierte. Diese Familie war an der Entwicklung des Bergbaus in der Region maßgeblich beteiligt und hatte im Osterzgebirge auf böhmischer und sächsischer Seite weitreichenden Einfluss auf die kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung.

Das Hauptschloss thront mit Teilen der mittelalterlichen Burgruine hoch über dem Müglitztal. Der Zugang zum Hauptschloss erfolgt durch ein zwischen 1612 und 1615 errichtetes bogenförmiges Sandsteintor. Auf dem kunstreich ausgeschmückten Tor sieht man die stilisierte Darstellung eines Grubenbaus mit zwei arbeitenden Bergmännern und den Emblemen der Familien Bünau und Schleinitz. Zu den prächtigsten Räumen des Schlosses gehört der als Wappen- oder Türkensaal bezeichnete Raum im Westflügel des Schlosses, der zwischen 1594 und 1609 errichtet wurde.

Ähnlich wie das Schloss Lauenstein dokumentiert auch die Stadtkirche Lauenstein die Beziehungen der Familie von Bünau zum Bergbau. Das Gotteshaus wurde nach einem Stadtbrand im Jahre 1594 unter Günther von Bünau wiederaufgebaut. Wiederaufbau und Ausstattung wurden von der Familie mit den Gewinnen aus den Zinn- und Eisenerzfunden finanziert. Neben dem kulturhistorisch bedeutsamen Altar, der Kanzel und dem Taufstein wäre vor allem die wertvolle Bünausche Erbbegräbniskapelle aus dem Jahr 1609 zu nennen. Die Kapelle beherbergt das Sandstein-Epitaph der Familie von Bünau und verfügt über einen aufwendig verzierten Eingang aus Sandstein im Stil der Spätrenaissance.

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