Sauberger Haupt- und Richtschacht

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Zur Darstellung aller erwähnten, unverwechselbaren Merkmale des Erzgebirges wurden auf tschechischer und auf sächsischer Seite des Erzgebirges insgesamt 85 über das ganze Gebirge verteilte Bestandteile für die Eintragung in der Liste des Welterbes ausgewählt.

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich der Haupt- und Richtschacht am Sauberg zu einem modernen Bergbaubetrieb. Zentrales Gebäude der Sachgesamtheit Sauberger Haupt- und Richtschacht ist das dreigeschossige Schachthaus, das im Zuge der Abteufung des Schachtes 1855 errichtet und später mehrmals umgebaut wurde. Der 100 m tiefe Schacht wird heute als Besucherbergwerk Zinngrube Ehrenfriedersdorf genutzt.

Im Schacht kann man unter anderem noch die ursprüngliche Radstube sehen, die Teil des Ehrenfriedersdorfer Kunstgezeugs war. Es wurden hier auch Originalteile dieser Pumpe gefunden, deren dendrochronologische Altersbestimmung das Fälljahr 1563 ergab. Die auch als „Ehrenfriedersdorfer Radpumpe“ bezeichnete Pumpe, die um 1540 von den hiesigen Kunstmeistern erfunden worden war, wurde bereits von Georgius Agricola in seinem Hauptwerk „De re metallica“ 1555 beschrieben und bildlich dargestellt.

Zahlreiche Tagesanlagen aus dem 19. bis 20. Jahrhundert sind erhalten, darunter das Gebäude der ehemaligen Schlosserei und Schmiede aus dem Jahr 1916 (heute Museum und Café „Sauberg Klause“), das Kulturhaus (errichtet um 1955) oder der „Oswald Barthel Turm“ mit Gedenktafeln für die seit dem 16. Jahrhundert am Sauberg verunglückten Bergleute. Südlich des Schachtes befindet sich das ausgedehnte, heute stark bewachsene Haldengelände. Erhalten ist auch die Ruine der Morgenröther Scheidebank, die bis um 1825 in Betrieb war und 1872 zu einem Erzvorratshaus umgebaut wurde.

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